Das schönste zum Schluss

 

Nach einem kurzen stündigen Flug sind wir gut in Hanoi gelandet. Am Flughafen ging es dann mit dem Bus zum Bahnhof in Hanoi und von da zu Fuss zum Hotel welches sich in einer Autowaschstrasse nahe der Altstadt befand. Nach Bezug der Zimmer machten wir uns auch gleich auf die Altstadt um Umgebung zu erkunden. Uns hat Saigon schon sehr gefallen, aber Hanoi hat Saigon in den Schatten gestellt. Es ist viel lebendiger und auch die Altstadt ist um einiges grösser und abwechslungsreicher. Es ist ein wenig mehr Vietnam würde man sagen. Auch der See/Teich in der Mitte der City macht es zusätzlich attraktiv.

 

Am nächsten Morgen ging es ab zur Halong Bucht, welches ein weiteres Weltkulturerbe ist und ein Muss für jeden Vietnamreisenden. Sparsam wie wir sind, haben wir das günstigste gebucht. Für eine Nacht und zwei Tage: 65 Dollar. Im Nachhinein hätte man es sicher auch für 45 Dollar bekommen. Aber ja, die müssen auch von irgendwas leben. Zwei Tage würden wir auch jedem empfehlen, da die Anfahrt alleine schon vier Stunden ist. Am Pier wurden wir dann überall je nach Preis abgeladen und auf die Schiffe verfrachtet. Wir wurden zu hinderst am Pier ausgeladen und durften erstmal eine Stunde warten. Als alle Schiffe schon rausfuhren auf die See, ist unseres mal angetuckert gekommen und es war wirklich das billigste Schiff. Es gab sogar Schiffe auf welchem jedes Zimmer ein eigenes Whirlpool auf dem Balkon hatte! Dekadenz hoch drei, wären wir aber nicht 1 Jahr auf reisen hätte ich genau dieses Schiff gebucht....;-) Nach dem Bezug der spärlichen Zimmer ging es rauf in den „Esssaal“ fürs Mittagessen. Unsere Truppe bestand aus 12 Touris, welche sich die 6 Zimmer teilten. Also eher ein kleineres Boot. Das Programm ist auf allen Booten dasselbe: Schwimmen in der mässig sauberen Halong Bucht, Kajacken zu einer Höhle und der Besuch einer grossen Grotte. Dies ist kurz zusammengefasst das was jeder macht unabhängig von der Preisklasse. Was unser Boot zusätzlich auszeichnete nebst dem geringen Preis war das Freibier nach dem Abendessen bis in die frühen Morgenstunden. Dies war dann auch der witzigste Teil, zumal unser Guide mit Abstand am meisten Becherte und die Musik voll aufdrehte. Die anderen Boote, welche rund um uns herum ankerten für die Nacht, hatten wohl nicht so Freude an der Lärmbelästigung. Für ein paar ging es dann noch schwimmen und der Guide holte denn harten Stoff von der Bar unten im Esssaal rauf. Da offenbarte er auch, warum er sich betrank: Die Freundin hatte ihm soeben denn 3 Heiratsantrag abgelehnt…! Am nächsten Morgen, die letzten gingen gegen 5 Uhr ins Bett, war die Stimmung entsprechend verhalten. Der Guide jammerte, dass er wahrscheinlich gekündigt wird, da er die ganze Bar leergesoffen hat und ich bedankte mich bei Conny, dass sie mich mit ins Bett genommen hatte um Mitternacht. Dies war so die Kurzfassung der Halong Bucht. Alles in allem würden wir wieder das genau gleiche buchen, zumal wir sowieso nicht die Wahl hatten rein Budgettechnisch.

 

Am 18. November hiess es dann Abschied nehmen von Conny. Sie machte sich auf zur Kollegin in Phuket um das Strandleben zu geniessen und liess mich alleine zurück in Hanoi. Somit erkundete ich die Stadt noch ein wenig auf eigene Faust. Hanoi hat viele Sehenswürdigkeiten, die mit dem Vietnamkrieg zusammenhängen. Seien dies Gefängnisse, Statuen oder Museen zum Krieg. Man könnte fast meinen vor dem Vietnamkrieg hat es Vietnam gar nicht gegeben. Speziell erwähnen möchte ich hier noch das Polizei-Museum, welches gleich um die Ecke vom „Hanoi Hilton“ (Gefängnis) steht und erst etwa 1 Jahr offen hat. Hier wird zusammen mit einem privaten Guide die Geschichte der Polizei in Hanoi erklärt von ca. 18hundert – heute. Ist sehr gut gemacht und vor allem auch informativ da der Guide doch viel zu erzählen weiss. Das was er sagte verstand ich gut, man darf aber nicht nachfragen und tiefer gehen, sonst wird’s sprachlich schwieriger. Auch Fragen zur Korruption wurden nicht verstanden. Aber trotzdem sehr gut gemacht wenn man bedenkt das alles gratis ist (inkl. Guide).