Im Land der Filmkulissen

Big Island

Nach Maui ging es ab nach Big Island. Die grösste der Hawaiiinseln wie der Name schon verrät. Hier nahmen wir unseren Jeep Wrangler in Empfang, da ich mich im vorherein schlau gemacht habe, dass ein 4x4 benötigt wird um die Inseln zu erkunden. Also es hat nichts mit minderem Selbstwertgefühl oder sonstigen Komplexen zu tun, dass ich so ein grosses Fahrzeug wählte. Dennoch muss ich sagen, dass das fahren mehr Spass macht als im Smart. Die Unterkunft war gleich weiter Südlich von Hilo in einem netten Villenviertel. Hier hatten wir ein Zimmer über AirBnB gebucht bei einem Lokalen Tour Guide, welcher uns noch wertvolle Tipps gab und auch sonst super umsorgte zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Auch hier konnten wir selber kochen in der Küche, welche sich Outdoor befand im schönen Garten. Hier war etwa das gleiche Programm wie in Maui, einfach noch ein Tick besser/schöner. Der Vulkan, für welchen wir denn 4x4 benötigten, konnten wir bis zur Spitze befahren (4200 Meter)! Mit etwas Geschick wäre es auch mit einem normalen Auto gegangen. Aber man muss bedenken, dass egal was für ein Mietwagen, kein Versicherungsschutz besteht auf nicht asphaltierten Strassen. Die Aussicht oben angekommen war Phänomenal, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Es war auch hier wieder Tibet Feeling und eine Mondlandschaft die Surreal wirkte.

 

Was auch noch ein Muss ist auf Big Island ist der Lavastrom, welcher direkt ins Meer fliest. Die Landschaft drum herum um diesen Fluss, welcher unterirdisch verläuft unter dem kalten Lava, ist sehr faszinierend und spektakulär. Das Lava hat viele verschiedene Farben, von Bronze über Silber bis hin zu Gold. Wir sind noch ca. vier Stunden auf dem erkaltetem Lava Feld wandern gegangen in der Hoffnung ein Loch zu sehen, wo man den Lavastrom direkt sehen könnte, wie es uns unser Vermieter auf dem Handy zeigte. Hier hatte ich 2-3x richtig "Schiss in der Hose", da das Gestein so brüchig ist und wenn man zwischen den rauchenden Stellen herumlief, tönte es wie auf Eis oder Glas, das demnächst einbricht. Wenn man bedenkt, das 2-3 Meter unten dran 2000 Grad heisses Lava durchfliesst - nicht so spassig! Leider wurde unsere lange Suche nicht belohnt, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis.

Weiter ging es in einen weiteren Nationalpark um einen kalten Lavasee zu überqueren. Hier konnte man an verschiedenen Stellen mit Hilfe einer Broschüre viel über die Entstehung der Inseln und auch sonst viel über das Thema Vulkan erfahren. Der Trail dauerte ca. 2 Stunden. Gegen Abend fuhren wir zu einem weiteren Krater, welcher noch aktiv war und Lava spukte. Am Anfang sahen wir nur weissen Rauch, aber je mehr es eindunkelte, desto mehr färbte sich der Himmel rot vom Lava.

 

Nach so viel Vulkan machten wir uns auf, die andere Seite der Insel zu erkunden. Die Westküste ist eher zum Baden und vor allem auf Touristen ausgelegt. Hier legen die grossen Kreuzfahrtschiffe an und die Strände sind weltweit bekannt für das klare Wasser und den schönen Sand. Hier gönnten wir uns auch ein wenig Stranderholung nach so vielen Aktivitäten.

 

Kauai 

 

Als letzte der Hawaiiinseln haben wir uns Kauai aufgespart, welche die schönste sein soll. Hier war wie überall das gleiche Problem eine bezahlbare Unterkunft zu finden. Auf AirBnB wurden wir wieder fündig, auch wenn es mit 110 Dollar die Nacht nicht gerade preiswert war für das Gebotene. Aber ja, Angebot / Nachfrage bestimmen den Preis. Zuerst waren wir drei Tage in Waimea, wo die Zufahrt zum Canyon ist, welcher aus Jurassic Park bekannt ist. Somit war dies auch was vom Ersten, was wir besuchten. Mit dem Auto kann man bequem in den Park fahren und von dort aus verschiedene kürzere Walks unternehmen. Es lohnt sich früh loszufahren (vor 10 Uhr im Park), damit man die Aussicht möglichst wolkenfrei geniessen kann. Kauai hat auch den meisten Niederschlag in Hawaii und es regnet immer wieder kurz. Wir hatten das Glück, dass es fast den ganzen Tag wolkenfrei war und somit konnten wir auch beste Aussicht geniessen. Der Nachteil war die Hitze und Luftfeuchtigkeit, welche sehr hoch ist. Dennoch muss ich sagen, dass ich mich langsam an die Hitze gewöhne und mich damit anfreunde (was bleibt mir auch anderes übrig!?).

 

Neben dem Canyon gibt es verschiedene Strände, die zum Ausspannen einladen. Wenn man Glück hat, findet sich meist noch eine Robbe, welche gerade ein Nickerchen macht am Strand. Die Strände sind wie in Australien meist mit einem Lifeguard besetzt und sehr gepflegt. Einfach mit dem Unterschied, dass man überall ins Wasser gehen kann, ohne Angst vor Haien oder Quallen zu haben. Wie es sich für Amerika gehört, hat es auch immer Parkplätze am Strand und weit laufen muss man selten. Versuche, wie andere auf dem Sand zu fahren, um noch ein bisschen weniger zu laufen, habe ich sein lassen, da sich nach 2 Metern herausgestellt hatte, dass wir kein 4x4 hatten. Somit haben sich die Räder gleich in den Sand gegraben. Immer diese Touristen die auf Cool machen wollen…. Egal, mit Hilfe gelang es uns den Wagen wieder frei zu bekommen, und wir gingen die 10 Meter zu Fuss.

 

Nach dem Süden der Küste ging es ab in den Norden, um die Na Pali Coast zu erkunden. Hier sahen wir, warum es die schönste Insel ist in Hawaii. Die Landschaft, die die Vulkane bildeten waren atemberaubend und einmalig. Es ist schwierig dies auf den Bildern wiederzugeben. In Natura sieht es nochmals einiges schöner und imposanter aus. Allgemein war der Nordteil eher grüner und schöner als der Süden und ein würdiger Abschluss von unseren Hawaiiferien. Auch hier hat es 2 der schönsten Strände Weltweit. Die Strände sind wie überall auf der Welt in etwa gleich, aber die Kulisse macht hier den Unterschied, welche so wohl nur in Hawaii zu finden ist!