Aloha

Oahu

Nach einem sechs Stundenflug im normalen Linienflugzeug, sprich sehr eng und kein Entertainment,  landeten wir um 1 Uhr morgens in Honolulu. Jetzt kam noch der kniffligste Teil am Zoll vorbei. Im vorherein haben wir beide schon unser ESTA-Visum ausgefüllt. Hier machte Conny den Fehler, dass sie das Formular nicht über die offizielle Seite beantragte und somit 82 Dollar bezahlte. Ich habe den Schwindel kurz vor Eingabe der Kreditkartendetails bemerkt und nochmals nach der offiziellen Seite gesucht. Hier ist das Prozedere genau gleich, einfach mit dem Unterschied das es nur 14 Dollar kostet! Also Augen auf beim Beantragen. Die Kontrolle am Zoll war verhältnismässig sehr locker und der Grenzbeamte war zu Spässen aufgelegt morgens um halb zwei…! In Hawaii sind sie wohl alle etwas relaxter und weit weg von Washington D.C. Die Nacht verbrachten wir in einem abgefuckten Flughafenhotel, bevor es am nächsten Morgen nach Waikiki Beach ging im Zentrum von Honolulu. Auch hier hatten wir das billigste Zimmer von ganz Waikiki Beach gebucht für 90 Dollar die Nacht. Laut Bewertung auf Tripadvisor Nr. 83 von 84 Hotels in Waikiki. Nach Australien sind wir nur schon glücklich ein eigenes Bad zu haben und alles weiter ist Luxus, daher waren wir vom Zimmer sehr positiv überrascht. Wir waren zurück in der DDR angekommen.  Polster, Teppich, Lampe und Tische erinnerten an eine Wohnstube in der DDR, aber top gepflegt und wie neu. Das einzige, was nicht reinpasste war der 76 Zoll Fernsehen!

 

Auf Oahu leben am meisten der 1,5 Millionen Hawaiianer, ca. 900-Tausend. Hawaii wurde wie die Krim von Amerika irgendwann um 1959 annektiert.  Per Volksentscheid wurde über den Verbleib zu Amerika abgestimmt, welcher positiv ausgefallen ist, da die ursprünglichen Hawaiianer (falls es die noch gibt!) überstimmt wurden. Eigentlich waren es mal Polynesier, die vor 1200 Jahren kamen. Später als Thomas Cook die Inseln entdeckten fing es an mit dem Durchmischen der Nationen: Viele Japaner, Chinesen, Schwarze, Philippiner etc. haben sich in der Folge niedergelassen. Heute gibt’s den UR-Hawaiianer nicht mehr… oder bestenfalls noch Mischlinge.

 

In Oahu haben wir uns die meiste Zeit in Waikiki aufgehalten und neben Strand und Surfen noch eine Touristen Inselerkundungstour gemacht, welche nicht gerade atemberaubend war. Was aber sehr eindrücklich war, war Pearl Harbour und die MSS Arizona, welche noch auf Grund liegt mit den ca. 500 Toten. Das Museum und auch das Kriegsschiff MSS Missouri können besichtigt werden und sind sehr zu empfehlen. Sonst hat Ohau wenig zu bieten.

 

Maui

 

Somit machten wir uns nach fünf Tagen auf nach Kahului/Maui, zwei Inseln weiter rechts. Hier wollten wir eigentlich das Surfen noch perfektionieren, wurden aber leider enttäuscht, da nicht Wintersaison ist und die Wellen entsprechend klein. Aber halb so schlimm. Maui bietet noch eine Vielzahl weiterer Attraktionen. So gingen wir hier auf einem Vulkan wandern   und haben die Natur genossen. Neben dem Wandern kann man hier auch gut Schnorcheln und Strandurlaub machen. Vom Preis her ist es die teuerste Inseln, die wir besucht haben. Das günstigste, was wir gefunden haben war ein Appartement für 135 Dollar pro Nacht. Hier war der Vorteil, dass wir eine voll ausgestatte Küche hatten und somit beim Essen Geld sparen konnten, ausser wenn Conny wieder unbedingt Rindsfilet haben wollte. Was für alle Inseln gilt: man muss ein Auto mieten, da man sonst nicht vorwärts kommt. ÖV ist quasi inexistent, ausser in Honolulu. Auch beim Auto mieten ist Vorsicht geboten, dass man peinlichst darauf schauen muss, dass eine Versicherung inkl. ist. In Hawaii ist eine Versicherung nicht obligatorisch, so kann ein Auto gemietet werden ohne einen einzigen Versicherungsschutz, weder Teilkasko noch Haftpflicht… geschweige denn von Vollkasko. Das war für uns bis dahin neu. Normalerweise ist es der Selbstbehalt, den man als Zusatz ausschliessen kann. Die Versicherungen für die Vollkasko kosten ab 23 Dollar/Tag. Eine Haftpflicht gibt’s ab 13 Dollar/Tag. Eine Pannenversicherung für Reifen und Scheiben gibt’s ab läppischen 3 Dollar/Tag und eine Personenversicherung, damit das Spital bezahlt wird gibt’s auch schon ab 4 Dollar/Tag. Sumasumarum, ist die Miete fürs Auto vernachlässigbar! Zum Glück waren alle unsere Mietautobuchungen nur Reservationen und so konnten wir uns das gleiche Auto bei einem anderen Vermieter meist zum gleichen Preis mieten, einfach inkl. aller Versicherungen (nicht mal Selbstbehalt!)… Und es macht keinen Unterschied ob es nun Europcar, Alamo oder eine lokale Autovermietung ist, teilweise ist die Versicherung inkl. teilweise nicht. Wir haben die Autos immer über Kayak gebucht und haben zwischen 30 Dollar (Toyota Corolla) und 40 Dollar (Jeep Wrangler) bezahlt pro Tag.

 

 

Neben dem Wandern haben wir auch noch die obligate Road to Hana gemacht, welche ca. 6 Stunden dauert, da sie so viele Kurven hat. Diese führt einmal rund um den Vulkan herum und ist ca. 50 Meilen lang. Alle paar Kilometer gibt es wieder Wasserfälle, kleine schöne Dörfchen, Trails und Beaches, an welchen ein Stopp eingelegt werden kann. Hier unbedingt früh losfahren, wenn man es in einem Tag machen will (7 Uhr morgens). Wir haben es in zwei Tagen gemacht, da wir genug Zeit hatten. Auch Lahaina war ein netter Ausflug. Um auf den Inseln einen Plan zu haben, was man machen oder sehen kann, lohnt es sich Flyer von den Tour Bussen zu sammeln und zu studieren. Dort ist meist die Tour aufgeführt und was alles besichtigt wird. Wem das zu anstrengend ist, hängt sich mit dem Auto einfach an einen der unzähligen Tour Bussen hintendran und fährt die gleiche Strecke ab… Natürlich hilft auch TripAdvisor bei der Suche nach schönen Orten. Die Zeit brachten wir jedenfalls ohne Langweile schnell über die Runden. Leider muss man sagen und so waren die 7 Tage schneller vorbei als gedacht, ohne gross am Strand gewesen zu sein oder sonst wie auszuspannen.