Girlytime & Adventure in Thailand

Strandferien mit Yvonne

 

So, der Schreibmuffel meldet sich auch wieder einmal :) sogar schneller als gedacht ;-)

Wie ihr ja mitbekommen habt, habe ich Christian in Vietnam „verlassen“. Als ich erfahren habe, dass Yvonne alleine in Thailand ist, habe ich kurzerhand beschlossen, sie zu besuchen und einen Flug nach Phuket gebucht. Ein paar Tage später sass ich im Flugzeug.

 

 

Tja sorry Christian, Freundschaft geht da vor ;-)! 

 

Die Reise nach Thailand ging früh morgens los – das erste Mal auf dieser Reise gaaanz alleine. War schon etwas komisch! Es ging  früh morgens mit dem Taxi zum Flughafen, mit dem Flugzeug nach Bangkok mit aus- & einchecken mit dem Flugzeug weiter nach Phuket, dann  per Taxi an einen Pier und dann mit einem Boot auf die Coconut Island. Eine sehr lange Reise mit ein paar Hindernissen, aber die Vorfreude stieg mit jeder Stunde. Schliesslich hab ich’s endlich geschafft mit etwas Verspätung. Yvonne war so lieb und hat am Pier auf mich gewartet – ich habe mich seeeehr gefreut, sie wieder zu sehen!!!

Am Pier angekommen, fing es an zu regnen. Der Bootsfahrer sagte, dass sie bei starkem Regen oder Sturm nicht fahren können, da es zu gefährlich ist. So mussten wir noch etwas warten, bis wir losfahren konnten. Ich dachte schon, na bravo, so kurz vor dem Ziel, jetzt müssen wir dann noch am Pier übernachten, aber zum Glück mussten wir nicht lange warten und es ging zur Coconut Island zum the Village Beach Resort!

Der Resort war sehr schön und gross mit vielen kleinen Häuschen mit Pool! Die Angestellten haben mein Gepäck getragen, es gab einen Willkommensdrink an der Rezeption und einen Taxiservice zu unserem Raum: wow, was für ein Service, so ungewohnt für mich, ich fühlte mich wie eine Lady und es wurde noch besser: wir hatten ein eigenes Häuschen mit einem schönen grossen Bett mit Blick aufs Meer und einen eigenen Pool!! Luxus pur, hammer!!

Wir hatten uns natürlich viel zu erzählen!  Irgendwann bemerkten wir, dass wir ziemlich Hunger hatten – es war schon Abend spät! So gingen zu den Hotelrestaurants und schauten uns das Angebot an. Wir hatten die Auswahl zwischen Thaibuffet und einem Westernrestaurant a la Carte. Und ich hatte den ersten Preisschock! Thaibuffet für umgerechnet mind. 30 CHF pro Person. Okay, für Schweizer Verhältnisse eher günstig, aber ich bin schon über 2 Monate unterwegs und an Vietnam gewohnt, wo wir für ca. 10 CHF zu zweit gegessen haben… und ich kenne das Preislevel von Thailand. Normalerweise würde ich natürlich lokales Essen, also das Thaibuffet bevorzugen, aber ich fand das doch sehr teuer! Ich war dann froh, als auch Yvonne sagte, sie kannte das Buffet schon und ihr wäre es auch etwas zu teuer, so entschieden wir uns für das etwas weniger teure Westernrestaurant und haben Pasta mit Bolognese und Pesto bestellt. Schön angerichtet war es, aber leider sehr fad, ich glaube, der Koch hatte das Salz vergessen… :/ mit selber nachwürzen war es immerhin essbar, aber leider sehr enttäuschend für so einen Resort. Wir haben dann die Rechnung bestellt. Da hatte ich den zweiten Preisschock: Auf die Preise im Menu wurden jeweils noch 10% Servicecharge und 7% Tax draufgeschlagen, also nochmals 17% mehr! Nachdem wir bezahlt hatten, kam die nächste böse Überraschung: plötzlich rumorte es in meinem Bauch und ich musste schnellmöglich auf’s WC. Durchfall!! Das war Premiere auf meiner Reise: das erste Mal Durchfall vom schlechten Essen und das in einem Luxusresort zu solchen teuren Preisen?! Was für eine Ironie!!!

Zum Glück war’s schnell vorüber. Zurück im Zimmer (Haus) gab’s dann dafür noch einen wirklich guten Dessert, den Yvonne extra für mich mitgebracht hat: Adoro Schokoladenkugeln von der Schweiz. Wer’s nicht kennt: das sind die Lindor Kugeln von der Migros von der Chocolat Frey: günstiger, aber genauso gut, wenn nicht sogar besser! ;-)  Und als schöner Abschluss vom Tag sprangen wir noch in den eigenen Pool! Baden im Pool by night - einfach cool!

Am nächsten Tag war chillen angesagt. Wir schliefen aus und gingen gemütlich frühstücken. Damit ich Christian nicht vergesse in dieser Zeit, hat er mich extra noch Nutella gekauft – danke Schatz ;-)! Es war perfekt, denn es gab ein grosses feines Buffet beim Strand, u.a. mit Pancakes und Brot. Yammiii, Pancakes mit Nutella – happy Conny! :-) Danach war baden und geniessen am eigenen Pool und im Hotel Pool angesagt. Das Beste an der Hotelanlage: es gab Rutschbahnen! J wir freuten uns wie kleine Kinder und fühlten uns wie im Alpamare, das hat echt Spass gemacht! Und dann gab’s noch ein Basketballkorb im Wasser und so spielten wir noch Korbball wie zu den „guten alten Zeiten“ ;-)

Am Abend beschlossen wir auf die Insel Phuket zu gehen und dort besser & günstiger essen zu können und noch einzukaufen. Als wir am Pier angekommen sind, fragten wir dort die Angestellten um Tipps für gute Restaurants in der Nähe. Wir mussten bitter erfahren, dass leider alle Dörfchen mit Restaurants etwa 20min mit dem Auto entfernt waren. So gingen wir zum Pier-Taxistand und fragten dort nach den Preisen. Tja, natürlich waren die Taxipreise etwa das 5-10fache der sonstigen Preise, da jeder wusste, dass wir vom Resort kommen (es gab leider keine offiziellen Taxis). Und auf unsere Frage nach „preiswerten“ lokalen Restaurants, haben uns alle Angestellten ein Restaurant empfohlen, welchen auf Tripadvisor als „sehr teuer“ bewertet wurde und eher mittelmässig war in der Qualität. Bravo, dachten wir uns – nicht schon wieder! Einzig in der Shoppingmall gab es lokales und günstiges Essen. So haben wir uns für die Shoppingmall entschieden, welche gemäss den Taxifahrern auch ca. 20min entfernt waren, da wir sowieso noch einkaufen wollten. Achja, die angeblich 20min Autofahrt dauerte nur 10min: reine Abzocke diese Taxis… :/ immerhin, der Taxifahrer wartete draussen auf uns und brachte uns am Ende auch wieder zurück. Der Ärger war schnell vorüber, denn jetzt hiess es Essen & Shopping! Wir gingen direkt zum Foodcorner und schauten uns mal an, was es alles gab. Vor allem für Yvonne war die Auswahl an lokalem Essen interessant. Schnell bemerkten wir, dass wir die einzigen Touristen dort waren und alle Blicke der Lokalen auf uns gerichtet waren. Und wir mussten lachen beim Gedanken, dass wir aus dem Luxusresort nun hier in einer Foodmall (nicht Restaurant) landeten um zu essen! Aber hey, uns hat’s geschmeckt, war echt ganz gut und günstig! Zum Dessert gab’s dann noch leckere Donuts vom Dunkin Donut’s und dann war Shopping angesagt im grossen Supermarkt. Das Beste war, es lief Partymusik im Supermarkt.  Tja ihr kennt mich, ich bin ein „Tanzfüdli“ :-) und Yvonne genauso – so fingen wir an zu tanzen während wir den Einkaufskaufen gestossen haben. So macht Einkaufen noch viel mehr Spass! Und wieder waren alle Blicke auf uns gerichtet… Also dieser Ausflug zum Shoppingcenter war auf jeden Fall ein amüsantes Erlebnis!  

Zurück im Resort erfuhren wir, dass noch eine Strandparty stattfindet. Yes, it’s Partytime! Wir freuten uns sehr. Als wir aber im Zimmer ankamen, fing es gerade an zu regnen und es stürmte richtig, es hörte nicht auf… nun war Warten angesagt. Zum Glück hatten wir Apero eingekauft und machten so unsere eigene Drinks und beobachteten das Gewitter. Die Strandparty fiel wohl ins Wasser. Wir waren traurig, denn es war der einzige Event in dieser Zeit im Resort… gegen Mitternacht war das Gewitter vorüber und wir beschlossen, doch noch unser Glück zu versuchen in der Hoffnung, dass doch noch eine Party stattfand. Wir gingen Richtung Strand, der Weg war ziemlich dunkel. Plötzlich lag vor unseren Füsse eine riesen Schlange! Was für ein Schock!! Wir sahen sie im letzten Moment, fast wären wir auf sie getreten – phu Glück gehabt. Immerhin, wir waren wieder voll wach…

Kurz danach wurden wir von einem Angestellten im PickUp bemerkt, wir fragten nach der Party und er sagte, dass die Strandparty abgesagt worden ist und nur noch eine private Business Party im Gange sei, aber er könne uns dahin bringen, wir könnten ja unser Glück versuchen. Gesagt, getan! Wir haben natürlich die Party gecrasht J Diese Party war von einer Schweizer Consultingunternehmung, die ihr Annual Meeting in dem Resort abhielt. Was für ein Zufall. Wir wurden schnell willkommen geheissen (sogar von den obersten Parten, wie wir später herausgestellt hat ) und verbrachten einen lustigen Abend mit diesen Unternehmensberatern. Business Networking mal auf eine andere Art und Weise ;-)!

Der nächste Tag war ein Hangover/ Hängertag. Wir haben es so knapp auf die letzte Minute zum Frühstücksbuffet geschafft. Wir waren echt froh, nicht zur Unternehmung zu gehören, denn die mussten alle wieder früh aufstehen… Da unser Häuschen zu hinderst und zu oberst war in diesem Village, war es etwa ein 10minütiger Spaziergang – für uns in diesem Zustand eine halbe Ewigkeit bei dieser Hitze! Eigentlich wollten wir zurück an den Strand / Pool, nur waren wir irgendwie zu lazy um wieder zurückzugehen. Aber hey, für irgendetwas hat man ja einen eigenen Pool! Und schwups sprangen wir in unseren Pool! So ein eigener Pool ist echt praktisch, man kann tun und lassen  was man will, denn es sieht dich keiner :-) so genossen wir den Tag so im eigenen Häuschen, wir hatten immer noch viiiel zu bereden…. Am Abend war dann Pizza angesagt (da konnte man ja nicht soviel falsch machen..). Nach dem Schlangenerlebnis starrten wir immer zum Boden, um auf ja keine Schlange zu treten. Ihr glaubt’s nicht, aber an diesem Abend flog uns eine Schlange über unseren Kopf! Wieder ein Schock!!! Diese Schlang fiel von einem Baum über unseren Köpfen auf den Boden, unglaublich. Mein Herz blieb fast stehen, jetzt waren wir definitiv ängstlich! Von jetzt an musste immer jemand den Boden checken und die andere die Luft :D

An den nächsten Tagen haben wir noch Ausflüge gemacht, da der Strand im Resort nicht wirklich der schönste war und niemand da gebadet hat… L so haben wir Ausflüge gesucht und verglichen im Internet. Natürlich (wen wundert’s) waren die Ausflüge vom Resort aus viel teurer als solche im Internet (von Phuket aus). Einfach schade diese Hochpreisinsel, wenn man weiss, man zahlt für denselben Service einfach das x-fache als sonst wo (egal was es ist). An dies werde ich mich wohl nie gewöhnen…

Wir haben den Ausflug dann online gebucht. Einmal ging’s nach Koh Phi Phi, was fast ein „must see“ ist in Phuket. Landschaftlich war es auch schön, nur leider völlig überrannt von Touristen. So war der traumhafte und bekannte Maya Beach überfüllt mit ca. 20 Booten (!) und Touristen. Leider eher ungeniessbar L an dieser Stelle kann ich nur empfehlen, in Koh Phi Phi selbst zu übernachten und frühmorgens an den Maya Beach zu gehen. Auf einem weiteren Ausflug ging es auf eine nahe gelegene kleine Insel mit schönem Strand und klarem Wasser. Das war superschön und gemütlich und passend um Strandfotos zu machen.

 

Fazit – den Resort kann ich nicht weiterempfehlen, aber dafür war die Zeit mit Yvonne unbezahlbar schön! An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Yvonne für deine Gastfreundschaft und diese tolle Zeit!!! Es war super!!!

Krabi

Als nächstes ging ich für eine Nacht nach Phuket zum berühmten Patong Beach, um die Weiterreise nach Krabi zu organisieren. Nach dem ich alles organisiert hatte, ging’s an den Strand. Der war sehr gross, mir gefiel es. Als ich ankam, kam ein Gewitter auf. Im Osten vom Himmel war es pechschwarz mit Donner und im Westen war der Himmel blau. Beeindruckender Anblick! Dann fing es auch bei uns an zu regnen und alle Leute nahmen ihre Badetücher & co und rannten ins Trockene. Ich dachte nur, Autsch wieso auch?! So machte ich das Gegenteil, ich liess das Badetuch im Trockenen und ging ins Meer J Nass wurde ich ja sowieso – nur im Meer war es viel schöner und wärmer! Ich beobachtete das Gewitter und genoss diesen Moment. Als es dann näher kam und es anfing zu blitzen, wurde es mir zu gefährlich und ich ging auch ins Trockene. Kurz danach war es vorüber. Dann sah ich ein paar lokale Männer (v.a. Ladyboys) Beachvolleyball spielen. Ich beobachtete sie und fragte sie dann, ob ich mitspielen könnte. Kein Problem und so habe ich mit den Ladyboys ein paar Runden gespielt J Leider habe ich keine Fotos davon, mein Handy hätte dieses Gewitter nicht überlebt …

Am nächsten Tag ging’s frühmorgens nach Krabi und am Nachmittag klettern. Ich hoffte einfach, dass der Transport nicht allzu verspätet war (hatte ca. 1h Reserve), sonst hätte ich das Klettern verpasst. Die Organisation war eher chaotisch mit PickUp und Zwischenbus in Phuket, bis wir im richtigen Van sassen nach Krabi. Es dauerte ca. 2h nur in Phuket, aber wir hatten dann einen Express-Driver, der die verlorene Zeit wiederaufholte. Zum Glück kam ich unfallfrei und ziemlich pünktlich in Ao Nang an. Ich checkte im Hostel in einem Dorm ein - wie ein richtiger Backpacker ;-) Das war übrigens das erste Mal auf dieser Reise.
Danach ging es mit einem Longtailboat nach Railay Beach. Railay Beach ist eine Halbinsel und nur per Boot erreichbar. Vom Dschungel und Felsen abgeschnitten vom Festland und autofrei. Ein kleines Paradies! Die Bootsfahrt dorthin kamen mir schöne Erinnerungen auf von 2009, als ich mit Julian, Patricia & Irena auf meiner Thailandreise schon hier war. Ich hab sie echt vermisst in diesem Moment! PS: ich habe die Palme am Felsen am Tongsai Beach wieder gesehen… ;-) 
Ich ging mit dem Guide und einer kleiner Gruppe mit an eine Felswand um zu üben. Wir verbrachten einen halben Tag dort und es tat gut, ich war noch einigermassen in Form und bekam das „Kletterfeeling“ wieder. Ich habe auch alle Kletterrouten geschafft und war echt stolz auf mich am Abend. Ich hatte echt ein „Dejà Vu“, es war alles noch genau so schön wie damals! Als ich dann am Strand auf das Longtailboat wartete (es fuhr erst zurück, wenn es voll war), sprach mich eine Engländerin an. Ich sei hier so allein, ich kann mich doch zu ihnen setzen. So lernte ich die lustige Hannah kennen. Wir haben uns sehr gut verstanden und kurzerhand am Abend abgemacht. So ging ich mit ihr und einem englischen Pärchen (sie haben sie auch kennengelernt und reisten nun zusammen) essen. Endlich wieder lokales Essen, yammi! Feines Phad Thai gab es und Mangoshake – I love it. Danach gingen wir für einen „ Schlummi „ in eine Bar mit Partymusik. Tja, es ging nicht lange und wir waren auf der Tanzfläche! Es war der Treffpunkt der Backpacker. Aus einem Schlummi wurde eine lustige Partynacht :D

Am nächsten Tag gab es ein Erholungstag vom Klettern, denn ich spürte schon Muskelkater in meinen Fingern. Dafür gab es ein Extreme Adventure Day. Die Gruppe war sehr klein, nur zwei Mädels aus Deutschland und 4 Guides (!), wir hatten echten Luxus. Die Inhaber & Hauptguides waren aus England, daher sehr vertrauenswürdig. Sie haben uns auch alle Sicherheitskonstruktionen erklärt, damit wir das Abenteuer auch wirklich geniessen können, ohne Angst zu haben. Das ganz spielte sich in einer offenen grossen Höhle auf einem Felsen ab. Zum Start machten wir den Jungletrail bis zur Höhle hinauf. Kurz und intensiv war es, aber wir waren alle schweissgebadet, weil es so heiss und feucht war. Oben angekommen ging es per Klettersteig den Felsen hoch. Danach war Ziplining angesagt. Ca. 100m lang zwischen den Felsen durch in eine offenen Höhle hoch oben.  Das Highlight kam zuletzt: der Emperior Swing! Das ist eine Art Bunge Jump verbunden mit Schwingen am Seil. Angst hatte ich keine, nur Vorfreude J Über einen Klettersteig an einer vertikalen Felswand musste ich dann zuerst hinunterklettern auf das kleine Absprungbrett (ca. 1x1 Meter gross). Da es vorher noch geregnet hat, war dies ziemlich rutschig, dass mir etwas unwohl wurde. Auf dem Absprungbrett warteten dann die zwei Guides auf mich, um mich für den Sprung zu sichern. Als da sicher ankam, war die Angst verflogen und die Vorfreude stieg. So funktionierte es: Das Absprungbrett lag sozusagen oben in der Höhle auf ca. 50m Höhe. Die Höhle unter dem Absprungbrett offen. Man sprang dann à la Bunge Jump in die Höhle hinein (freier Fall) und schwang dann mit einem Seil aus der Höhle hinaus und wieder hinein usw. Am besten das Video anschauen ;-) als alles gesichert war, stand ich auf, ging an den Rand des Sprungbrett, schaute hinunter und holte tief Luft. 1,2,3 und ich sprang! Wie ein freier Vogel - yipppi, was für ein coooles Gefühl! Und diese Aussicht, echt hammer! Ein super Erlebnis!!
Zurück in Ao Nang, traf ich wieder Hannah und das Pärchen. Eigentlich wollten wir einen Pianoabend machen, aber „man soll die Feste feiern, wie sie fallen„ oder? Tja, Partynacht Nr. 2 mit Hannah! J 

Am nächsten Tag machte ich eine Inselhopping Tour, da ich immer noch Schmerzen in den Fingern hatte und mich noch etwas schonen wollte vor dem nächsten Klettern. Auf dem Boot war eine Gruppe Russen, eine Gruppe aus Malaysia und ich. Lustiger weise haben sich die Russen schnell mit mir angefreundet und mich bei ihrer Gruppe „aufgenommen“, obwohl alle nur russisch sprachen ausser einer Frau, die etwas englisch sprechen konnte.  Die Inseln waren klein, nicht überfüllt und wunderschön, wir machten jeweils für eine 1h einen Stopp und konnten so die Inseln geniessen und schnorcheln gehen. Am Schluss landeten wir in der Nähe vom Railay Bach, wo es schöne Felsformationen und eine Höhler gab. Dort gab es auch wilde freche Affen: der eine trank eine Coke aus einer Dose (!) während ein anderer Affe einen ganzen Rucksack von einem Tourist schnappte. Die waren so frech, dass sie auch die Sachen gestohlen hätten, wenn der Tourist die Affen nicht mit Steinen beworfen hätte und so seinen Rucksack zurückerobern konnte. Am Schluss konnten wir in der Nacht nochmals vom Boot aus schwimmen gehen. Im leuchteten Plankton! Einfach wunderschön, wenn man sich bewegt hat im Wasser, leuchtete es. Der Ausflug war sehr schön und hat unerwartet echt Spass gemacht mit den Russen. J

Am nächsten Tag war wieder Klettern angesagt, und zwar MultiPitch klettern, welches schwieriger ist als normales Klettern, weil man zu zweit immer höher klettert anstatt sich abzuseilen. Dazu war ich alleine mit dem Guide unterwegs. Wir gingen zum grössten Felsen direkt am Meer und kletterten 3 Routen hoch. Immer er zuerst während ich ihn sicherte und dann kletterte ich nach. Es wurde immer schwieriger und immer höher. Die Orte am Felsen, wo wir uns gegenseitig sicherten, wurden immer schmäler, am Schluss war die Felswand vertikal, der Felsvorsprung nur noch etwa 20cm breit und ca. 100m über dem Meer. Das war ziemlich scary! Dafür die Aussicht grandios. Wir wollten noch höher, aber leider waren die Sicherheitsseile in der Felswand alt und nicht mehr genug sicher, so entschlossen wir zurück zu gehen. Das hiess, den ganzen Weg zurück mit selber abseilen! Klingt einfach, aber in dieser Höhe sich selber abseilen war eine ziemliche Herausforderung für mich. Aber ich hab’s geschafft, yes!! War eine coole Herausforderung!

An diesem Abend blieb ich am Railay Beach, weil es so schön dort war. Nur leider waren die Zimmer sehr teuer, v.a. für mich alleine. So übernachtete ich in einem wirklichen Basic Bungalow im Dschungel am Strand nebenan. Kein Strom, kaltes Wasser und ein Moskitonetz war da Standard. Augen zu und durch (dafür bezahlbar)! Backpackerstil again J an diesem Strand war nix los, ausser einer Reggae Bar und ein paar Restaurants – einfach gechillt und abgeschottet vom Rest der Welt.
Am nächsten Tag ging es nochmals einen halben Tag klettern. Dieses Mal an diesem Beach mit Sicht auf den gestrigen Felsen. Es wurde immer schwieriger und ich spürte, wie meine Finger schwächer wurden (Anfänger-Probleme). Aber ich hab nochmal 4 Routen hinaufgeschafft und wurde wieder mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Ich hatte sogar noch Zuschauer: wilde Affen J
Am Schluss war ich dann echt k.o. Nicht nur meine Finger schmerzten, sondern auch meine Beine sahen schrecklich aus. Alles voll mit Blutergüssen, also alles blau, grün braune Flecken auf meinen Beinen! Es sah aber schlimmer aus, als das es sich angefühlte: das war nur wegen dem Blutverdünner ;-)

Insgesamt war es super zum Klettern, herausfordernd, aber umso schöner, als ich jeweils oben angekommen bin. Traumhafte Aussicht mit den Felsen, Meer und Strand! Also Railay Beach ist definitiv ein Paradies zum Klettern & Strandferien! Ich komme wieder!

Am gleichen Tag ging’s dann zurück ans Festland zum Flughafen und mit dem Flug nach Chiang Mai, wo Christian auf mich wartete. Ich freute mich riesig, ihn wiederzusehen!