Luxus mit den Hüppins

 

Die Mission "Die Hüppins überraschen" ging los! Wir kamen nach Khao Lak, um Conny's Eltern zu überraachen und mit ihnen Strandferien zu geniessen. 

Pünktlich gegen 21 Uhr landeten wir in Phuket und wurden gleich mit dem vorbestellten Fahrer (1600 Bath) nach Khao Lak gefahren, was ca. 90 Minuten nördlich liegt. Khao Lak selber ist nicht wirklich was, was man besuchen muss. Es hat viele Resorts und ist eher für Badegäste ausgelegt, welche Strandurlaub geniessen und die Tage im Hotel verbringen möchten. Dies kam uns nach der intensiven Zeit auch gelegen und somit freuten wir uns auf erholsame Tage in Khao Lak.

 

Da das Hotel von Connys Eltern nicht in unserem Budget lag (200.-- /Nacht), entschieden wir uns für ein Resort welches 1 Kilometer weiter oben am Strand lag und „nur“ 100.—CHF kostete die Nacht inkl. Frühstück. Dieses Hotel (Manathai Resort) können wir auch wärmstens empfehlen von der Preis / Leistung.

 

Angekommen im Hotel wurden wir gleich Thailändisch-Like mit kühlem Waschlappen und einem Drink begrüsst. Auch das Zimmer war ein Traum nach all den schmerzlichen Entbehrungen.  Wir hatten sogar ein Badezimmer welches mehr als 2 Quadratmeter gross war und das Wort „Zimmer“ verdient hatte. Aber einen Nachteil hatte es schon, man konnte nicht gleichzeitig auf dem Klo sitzen und duschen… hier ging erheblich Zeit verloren morgens. Das Bett war ca. 3 Meter (nicht übertreiben!) breit und fast schon zu gross, sodass wir uns nachts regelmässig suchen mussten. Echter Luxus für uns Weltenbummler, welchen wir uns aber gönnten. Das Morgenessen war auch das reichhaltigste was wir bis jetzt gesehen hatten. Das ist auch nicht schwer, da die Asiaten weniger Wert auf ein Morgenessen legen als die Italiener.

 

Da wir tags zuvor erst gegen Mitternacht im Hotel waren, machten wir uns tagsdarauf nach dem Morgenessen auf die Suche von Connys Eltern. Bei ihrem Resort angwkommen, sahen wir aber keine Hüppins am Beach / Poolbereich faul in der Sonne liegen. So machten wir uns auf zur Rezeption, stets mit wachsamen Augen, um nicht entdeckt zu werden. An der Rezeption erfuhren wir die Zimmernummern und gingen zum Strandbungalow. Aber auch hier war niemand zu Hause…. Mhhh scheisse, jetzt sind sie nicht mal da wenn wir sie überraschen wollen…! Also legen wir uns mal an den Strand und genossen die Sonne etwas abseits vom Hotel und versuchen es später nochmals. Jede Stunde ging abwechselnd jemand durch die Beach / Poolanlage des Hotels um zu sehen, ob sie nun hier sind. Nach vier Stunden machten wir uns nochmals gemeinsam auf zum Bungalow. Diesmal hatten wir Glück. Vom Seitenfenster aus konnte ich sehen, das Gabi auf dem Bett sass und ein SMS schrieb. Also klopfte ich relativ grob an die Fensterscheibe und versteckten uns hinter dem Hausecken… Nichts geschah! Also nochmals ans Fenster geklopft, diesmal noch etwas fester! Keine Reaktion… Also gaben wir uns zu erkennen und standen vors Fenster. Gabi hatte sich vor Schreck im Badezimmer versteckt und als sie uns sah, gabs einen Freudenschrei zur Begrüssung. Überraschung geglückt! :-) Die SMS konnte sie nicht mehr fertig schreiben… sie war wohl zu nervös. Walti war vorne am Strand auf einer Strandliege am Schlafen und somit einfacher zu überraschen. Conny näherte sich und gab ihm einen Kuss worauf er die Augen öffnete, wortlos aufstand und sie lächend und freudig umarmte…! Er war gerade ein wenig überrascht und wusste im ersten Moment nicht, ob es ein Traum oder nun Wirklichkeit war. Die Freude war bei beiden jedenfalls sehr gross und so konnten die gemeinsamen Ferien beginnen.

 

Den Abend verbrachten wir im Bom Bom – Restaurant (nichts Anrüchiges... war mit den Schwiegereltern unterwegs!) bei einem guten Essen. Den Schlummi genehmigten wir uns auf dem Balkon bei den Eltern, da sie sich tags zuvor mit einem 5L-Kanister Rotwein aus Chile eingedeckt hatten. Da es mühsam war immer aus dem Kanister nachzuschenken (wir hatten alle Durst bei den Temperaturen), wurde er behutsam in ½ Liter Wasserflaschen abgefüllt und kühl gestellt in der Minibar (ähnlich einem Dolê aus dem Wallis). Dies ging eigentlich jeden Abend so.

 

Als Weihnachtsgeschenk an uns, wurden wir von Gabi und Walti auf einen Tagesausflug auf eine benachbarte Insel eingeladen. Mit dem Schnellboot ging es 2 Stunden westwärts zu einer abgelegenen Insel (Surin), welche noch sehr naturbelassen war (abgesehen von den unzähligen Touristenbooten). Hier hatte es verschiedene Spots wo wir schnorcheln konnten. Die Unterwasserwelt war wirklich noch sehr intakt und auch die Fische liessen sich zahlreich blicken. Zwischendurch gab es Mittagessen auf einer der vielen Inseln mit allen anderen Touristen. Das Essen war gut und zwischendurch liess sich sogar noch ein grosser Salamander blicken. Da es mir zu heiss wurde, verbrachte ich die Mittagszeit im Schatten unter Palmen. Somit musste sich Walti opfern und die beiden Ladys am Strand fotografieren in verschiedenen Posen…! Danke an dieser Stelle und natürlich auch für den super Ausflug, welcher sehr schön und vor allem sehenswert war!

 

Am 12. Dezember hatte Gabi Geburtstag und sie lud uns zum Nachtessen ein. In einem schön geschmückten Pavillon direkt am Strand, welcher normalerweise von Flitterwochenpaaren gebucht wird, verbrachten wir einen unvergesslichen Abend bei gutem Essen und noch besserer Gesellschaft. Allgemein genossen wir die Auszeit mit Gabi und Walti. Es waren gemütliche Tage mit viel Erholung, guten Gesprächen und natürlich auch sehr gutem Essen & Trinken. Auch war es mal schön an einem einzigen Ort zu bleiben für 6 Tage und nicht immer wieder alles zu packen und weiter zu reisen. Auch hatten wir hier die Möglichkeit endlich etwas Ballast abzugeben und nach Hause in die Schweiz zu senden. Somit waren wir auch wieder unter der 20kg Grenze fürs Gepäck und das lästige Umpacken vor jedem Flug gestaltete sich etwas einfacher.

 

Auch im Paradies kommt Mal der Tag vom Abschiednehmen und so machten wir uns am 14. Dezember frühmorgens auf zum Flughafen von Phuket. Diesmal mit einem neuen Geländewagen der Marke Toyota für 1300 Bath (ca. 45 CHF), welchen wir über eine Facebook-Seite(!) gebucht haben. Günstiger geht’s glaube ich nicht mehr für diese Strecke. Am Flughafen wollten wir eigentlich noch Frühstück essen, kamen aber nicht mehr dazu, da das anstehen am Check-In 1 ½ Stunden gebraucht hat. Tiger Air hat nur einen Schalter für 150 Flugreisende offen gehabt. Dafür hatten sie 2 Schalter offen um das Gepäck aufzugeben für Gäste, welche schon einen Web Check-In gemacht hatten. Hätten wir auch gerne gemacht, aber für einen Web Check-In mit Sitzwahl zahlt man nochmals zusätzlich…;-) Somit waren zwei Schalter leer und einer mehr als belegt. Eine Umerziehung des Kunden, was aus meiner Sicht nicht viel bringt. Da macht es die Migros schon besser wenn sie wenig bediente Kassen öffnet und somit die Kunden an die Self-Checkout-Kassen „zwingt“. Naja egal wir haben Zeit und auch die Geduld dies über uns ergehen zu lassen, da wir in den Ferien sind.