Philippinen - Same same but TOTALLY different

Gegen 18 Uhr erreichten wir Cebu in der Mitte der Philippinen. Es war schon dunkel als wir ankamen, was an der Zeit lag. Zwischen Thailand und den Philippinen gibt es nur 1 Stunde Zeitverschiebung, trotz der grossen Distanz. Um 17.45 ist es hier schom stockdunkel. Somit werden wir in den Philippinen früh zu Bett gehen und früh aufstehen. Zu Europa sind wir mittlerweile 7 Stunden voraus.

In Cebu schnappten wir ein UBER Taxi, welches für die 12 Kilometer eine Stunde brauchte. Wir waren wieder zurück in Asien. Auch das wilde Durcheinander war nach Singapur wieder gewöhnungsbedürftig. Im Hotel angekommen machten wir noch ein kurzen Spaziergang um eine Simkarte zu besorgen und Abend zu essen. Was uns direkt auffiel: jeder Security trägt eine Schusswaffe. Jeder hatte eine Pistole oder eine Pumpgun. Vor den Banken waren eher vollautomatische Waffen sehr beliebt. Das war auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig. Wo sind wir hier angekommen?! Nach 4 Monaten reisen, haben wir uns nirgends unsicher gefühlt. In ganz China, Vietnam etc. konnten wir in jede Strasse laufen, ohne ein mulmiges Gefühl und das hier jetzt zu sehen, war sehr bizarr & befremdend für uns! Zum Glück blieben wir ja nur eine Nacht in Cebu. Wir fühlten uns echt unwohl!

Am Morgen ging es ab zum Pier, um mit der Fähre rüber nach Bohol zu gelangen. Mit Glück konnten wir gleich auf die Fähre gehen, welche um 11.40 losfuhr. Mittlerweile war es der 20. Dezember und das erzkatholische Land bereitete sich auf Weihnachten vor und jeder war auf Achse. Mit dem Schnellboot gings in 2 Stunden nach Bohol rüber wo uns Neil John erwartete. Neil John Kellenberger, wie er mit ganzem Namen heisst, ist ein ehemaliger Stammgast vom Papa Joe`s, welcher nun in den Philippinen sein eigenes Business aufbaut. Durch Zufall kamen wir zwei Wochen vor der Reise nach Cebu in Kontakt und er lud uns spontan auf „seine Insel“ Panglao ein. Am Pier angekommen, wurden wir herzlich in Empfang genommen und mit dem Auto ging es weiter nach Alona Beach. Es gab viel zu erzählen. Neil John ist eigentlich gebürtiger Filipino und mit 5 Jahren in die Schweiz gekommen. Im Januar 16 wanderte er zurück in die Philippinen aus. Er spricht die Sprache der Philippinos perfekt und natürlich astreines Schweizerdeutsch. Kann man einen bessern Guide haben?! Ich glaube nicht. Eigentlich wollten wir auch nur 2-3 Tage bleiben und zu Weihnachten uns einen schönen Platz suchen wo wir für uns feiern können. Wie es aber so ist, blieben wir ganze 7 Nächte in Alona Beach. Dies nicht unbedingt wegen dem Ort, vielmehr wegen Neil John, welcher der perfekte Gastgeber ist! Obwohl wir uns nur oberflächlich kannten, behandelte er uns, als würden wir zur Familie gehören und nahm uns überall mit und zeigte uns alles auf der Insel. Kein Aufwand war zu viel für ihn. Er baut momentan eine Wasserfilling Station auf in Alona Beach nach CH-Standard. Das ist die Abfüllanlage für die grossen Wasserdispenser (Gallonen). Das Wasser wird von der Verwaltung geliefert und die Abfüllstationen, welche es zuhauf überall gibt, filtern das Wasser 18-24x um es trinkbar zu machen. Neil John will das gleich machen, einfach auf höherem Level, sprich bis zu 36x filtern und mit UV bestrahlen, um eine perfekt schweizerische Qualität zu bekommen. Dafür baut er ein Gebäude mit drei Stöcken. Im unteren Bereich ist eben diese Abfüllanlage. Im Stock darüber will er eine Art Jobvermittlung machen für Servicefachkräfte, welche seine Freundin leitet. Sie arbeitet im besten Hotel von Alona-Beach als Chef de Service. Wir durften dann zusammen mit ihm auf der Baustelle am Weihnachtsessen teilhaben. Auch seine Eindrücke und Erfahrungen waren sehr  spannend zu hören, was man sonst als normaler Tourist nicht so mitbekommt. Natürlich erzählte er auch viel, was alles falsch läuft in dem Land. Die Arbeitsmoral ist schlichtweg nicht vorhanden bei den meisten Leuten und auch das Interesse an einem Job eher gering (jedenfalls aus CH-Sicht). Das verdiente Geld wird lieber für das Aussehen oder ein Bier ausgegeben als für ein Rücklicht am Scooter. Neil John verkörpert die CH-Tugenden in Person, ich würde fast schon sagen „ein Bünzli“. So ist es auch besser, dass er die philippinischen Autofahrer auf CH – Deutsch zusammenscheisst, sonst würde er wohl  nicht lange überleben…;-) Wer also mal einen sachkundigen Guide braucht auf Alona Beach, welcher das Land und die Insel kennt, ist mit ihm in besten Händen. Einfach eine Meldung an mich und ich kann den Kontakt vermitteln. Tagesgage auf Anfrage…;-)

Alona Beach ist wie geschrieben kein Ort um mehr als 2-3 Tage zu verbringen. Es ist ein typisch touristisches Dörfchen mit allem was dazugehört: Diveshops, Bar, Resorts, Livebands etc. Was einen Ausflug wert ist, ist die Insel Bohol und Balicasag. Dies ist vor allem zum Schnorcheln oder Tauchen interessant da es viele Schildkröten hat. Auch Delphine gibt es zu sehen, aber die sind frühmorgens unterwegs. Als Unterkunft hatten wir das Arthouse Panglao etwas ausserhalb von Alona Beach. Es wurde uns von Neil John vermittelt und von Adrian (auch ein Schweizer) geführt. Wir hatten allgemein sehr viel mit Schweizern zu tun während wir dort waren. Weihnachten verbrachten wir im CH-Restaurant bei Schinken, Spätzli, Fleischvogel und Senf, tauchen sind wir mit Adrian gegangen und eingekauft haben wir im CH-Laden. Eigentlich alles was wir normalerweise in den Ferien vermeiden - aber hier hat es uns gefreut. Somit möchten wir uns nochmals bei Neil John herzlich für seine Betreuung bedanken. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und wissen gar nicht wie wir das jemals zurückgeben können, was du uns da geboten hast in den Tagen! HERZLICHEN DANK!!!

Die Philippinen sind allgemein nicht zu vergleichen mit dem restlichen Südostasien. So ist alles ein wenig improvisierter und weniger auf den Tourismus ausgerichtet. Ich dachte immer, Vietnam hat als letztes Land den Tourismus entdeckt, aber die Philippinen sind da noch Jahrzehnte hinten dran. Auch gibt es im Vergleich zum sonstigen Südostasien viel weniger Backpacker. Ich denke dies liegt einerseits daran, dass alles auf Inseln ist und schwieriger zu erreichen. Das Herumreisen ist ein Vielfaches aufwendiger und auch teurer,     da viel das Flugzeug benutzt werden muss. Anderseits ist es wohl auch die Sicherheitslage, welche eher abschreckend wirkt auf viele Reisende. Wem der niedrige Besucherstrom sicher zugute kommt, ist die Unterwasserwelt. Wir haben noch nie so eine schöne Unterwasserwelt gesehen wie hier. Egal ob man taucht oder „nur“ schnorcheln geht, die Korallen sind einmalig und alle noch intakt, was in Thailand nirgends mehr gegeben ist. Somit verstehen wir, dass die Philippinen ein Tauchparadies sind. Dies können wir nur bestätigen.

Auf nach Dumaguete mit Hindernissen

Nach Weihnachten wollten wir eigentlich die Fähre nach Dumaguete nehmen von Tagbilaran aus. Aber nach Weihnachten ist wieder jeder auf dem Rückweg, somit waren die Fähren alle schon ausgebucht. Daraufhin hatten Conny und ich eine kleine Auseinandersetzung wie wir am besten vorgehen. Entweder am nächsten Morgen ganz früh mit dem Boot nach Oslob zu den Walhaien oder die Fähre am nächsten Tag buchen und einen Tag verlieren. Ich war für die Fähre am nächsten Tag, da ich keinen Bock hatte früh aufzustehen und Conny wollte keinen Tag verlieren. Ich gab nach einer längeren Diskussion nach, damit Neil John sich das Schauspiel nicht noch länger anhören musste...;-) Am nächsten Morgen um 6 Uhr ging es nur mit Rucksack zum Boot (Bild oben). Auch das ist typisch Philippinen: Seit X Jahren boomt der Tourismus auf Alona Beach, aber kein Mensch ist auf die Idee gekommen einen Steg zu bauen, damit man nicht auf Seeigel, Korallen oder sonst was trifft. Die Sandstrände sind ja Mangelware in den Philippinen...;-)

Mit einem überfüllten Boot ging es somit 2 Stunden nach Oslob. In Oslob angekommen, nahm uns der Onkel von Neil John gleich in Empfang. Alles war perfekt organisiert. Mit dem Tricycle (Motorrad mit Seitenwagen) gingen wir weiter zur Walhai Bucht. Hier ist einer der wenigen Orte, wo man mit Walhaien tauchen/schnorcheln kann. Mit den Walhaien zu tauchen verhält es sich ähnlich wie mit dem Elefantenreiten. Die einen lehnen es strikte ab, den anderen ist es egal. Hier gehörten wir zur Gruppe "egal". Die Walhaie werden angefüttert und somit kommen sie jeden Morgen von alleine wieder zurück. Sie sind nicht gefangen, sondern einfach mittlerweile zu faul um selber Futter zu suchen. Jeder der einen Hund oder eine Katze hat, kann das Schauspiel täglich beobachten. Das ist auch einer der grössten Attraktionen der Insel und somit hat es viele Touristen. An Spitzentagen kommen bis zu 2000 Menschen um im 15 Minuten Takt rausgefahren zu werden. Auch hier wieder was typisch Philippinisches: diese Attraktion gibt es nun seit knapp vier Jahren und ist wohl die grösste Einnahmequelle der Inseln (1500 Peso x 1500 Touristen täglich ergibt knapp 50`000 CHF / Tag!). Aber es gibt kein Gebäude, geschweige denn eine Infrastruktur um die Besucherströme zu leiten. Alles ist improvisiert auf laminierten Zetteln angeschrieben und die Leute können an der prallen Sonne warten bis sie an der Reihe sind. Eigentlich ist dieses Verhalten längerfristig gut für die Philippinen, da somit weniger Leute kommen und die Unterwasserwelt nicht überrannt wird wie in Thailand. Nach 1 1/2 Stunden waren wir an der Reihe um mit einem kleinen Ruderboot rauszufahren. Es waren ca. 6-8 Walhaie im Wasser, welche knapp vor oder unter uns durchschwammen. So nah und sehr eindrücklich! Es ist auch eines dieser Erlebnisse, welches uns bleiben wird! Wir können es jedem empfehlen, der in der Nähe ist, natürlich nur, wenn er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Nach 15 Minuten war es auch schon wieder vorbei und es ging zurück an Land. Der Onkel instruierte uns noch wie wir am besten nach Dumaguete runterkommen und so verabschiedeten wir uns auch von Ihm.

Dumaguete ist eine kleine Stadt im Süden der Insel Negros. Hier bleibt auch niemand länger als er muss, obwohl sie sehr schön und gepflegt ist. Aber ein schöner Strand ist nicht vorhanden. Von hier aus ging es am nächsten Morgen schnorcheln auf Apo Island. Dies ist eine kleine Insel gleich vor Dumaguete und hat super Korallen, welche alle perfekt intakt sind. So schöne Korallen haben wir beide noch nicht gesehen. Zum Abschluss liessen sich wieder ein paar Schildkröten blicken. Das war das beste Schnorcheln ever! 

Auf Apoisland könnte man auch übernachten. Viele haben uns davon abgeraten, da es ab 21 Uhr keinen Strom mehr gibt und tote Hose ist. Somit entschieden wir uns, am nächsten Morgen auf Siquijor zu gehen.

 

Siquijor das kleine Paradies

 

Mit der Fähre fuhren wir gegen Mittag rüber nach Siquijor. Das dauerte ca. 1 Stunde. Am Hafen angekommen, mieteten wir einen Scooter um auf der Insel mibil zu sein. Als erstes ging es zum Hotel um unser Gepäck loszuwerden. Dieses war in denn Bergen der Insel weit oben und somit abgeschieden. Das kleine Resort (provat Airbnb) war so schön, dass wir uns spontan entschieden, 1 Nacht länger zu bleiben (gesamt 3 Nächte). Mehr war leider nicht möglich, da ab dem 1. Januar ausgebucht. Am Nachmittag ging es auf die Insel zu erkunden. Die Insel ist vom Tourismus noch sehr unberührt. Es gibt nur eine Handvoll Hotels, es gibt keinen Verkehr, viel Natur und noch das ursprüngliche nichttouristische Filipinoleben und die Grösse der Insel ist perfekt, um mit dem Scooter rumzukurven. In 10 Jahren sieht das wohl komplett anders aus.

Da es schon eher spät war und die Sonne schnell untergeht, entschieden wir uns für einen Strand etwas nördlicher um den Tag ausklingen zu lassen. Während Conny das Meer genoss, wurde ich von einer Familie eingeladen ihrem Festmahl beizuwohnen. Der Onkel aus Amerika war zu Besuch und hatte die ganze Familie (20 Personen) eingeladen. Somit wurden auch wir eingeladen zu Speiss und Trank. Eine sehr schönes Geste, was uns eine andere Seite der Philippiner zeigte. Nach ein paar Bieren und Ferkel ging es im Dunkeln zurück ins Hotel.

Auf der Insel verbrachten wir auch Sylvester. Dazu  wurden wir von der Inhaberin des Hotels eingeladen mit ihr und ihren Freunden & Gästen zu feiern. Sie lädt jeden Sylvester ihre Kollegen auf der Insel ein um das Feuerwerk von Ihrem Restaurant aus zu betrachten um Mitternacht. Diese Airbnb Unterkunft war ein richtiger Glücksgriff. Die Inhaberin ist aus Japan und hat lange in Hong Kong gearbeitet. Jetzt will sie sich entspannen und betreibt diese kleine Hotel mit vier Bungalows. Profit machen muss es nicht, dafür hat sie noch eine eigene Firma in Hong Kong. Wie uns ihre Kollegen später sagten, ist sie des Hundes wegen auf die Philippinen gekommen, da er schon alt ist und Probleme mit den Knochen hat. Auf der Insel geht es ihm nun deutlich besser und der Halterin entsprechend auch...;-) Somit hatten wir einen sehr familiären Sylvester bei gutem Essen und Trinken. Auch das Feuerwerk in Dumaguete und sonst entlang der Küste konnten wir geniessen. Viel weiss ich nicht mehr vom Abend, da ich irgendwann auf Rum-Cola umgestiegen bin (Bier war alle und ich später auch!).

 

Moalboal und die Kawasan Falls

 

Der nächste Morgen war entsprechend mühsam, wie man sich vorstellen konnte. Trotzdem mussten wir weiter ziehen von dieser schönen Insel nach Moalboal auf der Insel Cebu. Mit der Fähre gings wieder zurück nach Dumaguete und mit einer weitern Fähre auf die Insel Cebu. Von dort aus nahmen wir den Bus. Genau vor diesen Busen hat uns Neil John noch gewarnt (Ceres Liner / Gelbe Büsse). Nach der Fahrt wussten wir auch warum. Es läuft im Boardfernseh entweder "Fast & Fourious Tokyo Drift" oder irgendwelche Tierfilme. Und genau so fahren sie, als ob sie einen Go-Kart haben. Bei Unfällen, so wird gesagt, schauen sie das der Geschädigte auch wirklich tot ist und nicht nur verletzt, bei Bedarf wird "nachgeholfen"! Eine Einmalzahlung an die Opferfamilie ist geringer als die Heilung und Folgekosten. Aber wir überstanden bis jetzt die Fahrten. Positiver Nebeneffekt ist, dass man schneller ankommt.

In Moalboal angekommen gings mit einem Töff weiter zum Hotel, welches sich als Zelt erwies. Conny hatte übersehen, dass die Bungalows bereits ausgebucht waren und nur noch ein kleines Zweierzelt verfügbar war! Scheisse, erst verkatert und dann solch eine Unterkunft! Also habe ich auf Airbnb eine Anfrage verschickt und gleichzeitig auf Hotels.com ein Hotel gebucht für die nächsten 2 Nächte. Leider war die Anfrage auf Airbnb eine verbindliche Anfrage und somit hatten wir zwei Möglichkeiten (mit dem Zelt sogar drei), um zu übernachten. Moalboal war sehr gut ausgebucht und entsprechend die Preise hoch und die Auswahl klein. Wir entschieden uns fürs Hotel welches wirklich am Arsch der Welt war. Somit ging es zuerst Thailändisch essen, bevor wir ins Hotel gingen zum Schlafen. Im Hotel angekommen war die Unterkunft nicht mal so schlecht, aber kein warm Wasser! Wir waren froh ins Bett zu fallen!

Am nächsten Morgen fühlte sich mein Darm nicht so gut, wodurch wir unsere Tour zu denn Kawasan Falls verschieben mussten auf übermorgen (4. Januar). Somit entschieden wir uns eine Tour mit dem Töff zu machen um die Umgebung zu erkunden und zuerst noch den Tauchtag zu buchen. Nachdem die Tauchgänge gebucht waren und wir aus dem Dorf fuhren bemerkte ich eine Unwucht im Rad... Scheisse Reifen geplatzt! Also Hotel angerufen, welche nach 15 Minuten einen Ersatzscooter schickten. Cool, so schnell hätten wir nicht mit der Behebung des Problems gerechnet. Also neues Moped auch wieder vollgetankt und weiter ging die Reise. Doch nach 2 Kilometern wieder eine Unwucht im Rad. SCHEISSE schon wieder ein Platten! Das kann es wohl nicht sein!! Somit gingen wir im Schritttempo zurück zum Reifenshop und fragten, wie lange der erste Scooter braucht zum Reparieren.  1 Stunde war die Antwort der kaum englisch sprechenden Person. Nach längerem Warten sagte er uns, wir müssten den Reifen besorgen im Shop nebenan.... ahh okay, kannst es mir auch früher sagen. Naja im Shop nebenan war der Ersatzreifen natürlich nicht vorhanden, sondern in der nächst grösseren Stadt. Fuck Off! Wie liessen dann beide Töffs dort und gingen mit dem Bus wieder zurück nach Moalboal an den Strand. Auch hier waren die Stände nicht gerade einladend zum Baden, aber besser als nichts. Am Abend zurück im Hotel wollten Sie uns die Miete auch noch in Rechnung stellen. Nachdem wir alle unsere zusätzlichen Kosten aufgezählt hatten die wir durch die Pannen hatten (Benzin, Bus etc.) wurde dies immerhin erlassen plus noch 100 Pesos gutgeschrieben. Besser als nichts...

Am Morgen ging es ab zum Tauchen. Der erste Tauchgang war mit einem riesigen Schwarm von Sardinen, welche gleich vor der Küste waren! Es waren Tausende von Fischen, welche über uns waren, so dass es immer dunkel wurde wenn sie oben waren. Sehr eindrücklich, vor allem wenn die aufgehende Sonne noch durchschien! Der zweite Tauchgang war auf einer vorgelagerten Insel mit einer starken Strömung, was mir zu Anfang Probleme bereitete. Zudem gab es an gewissen Stellen auch grossen Auftrieb, was es nicht einfach machte. Aber die Unterwasserwelt war wunderschön und  alles in allem auch ein sehr schöner Tauchgang. Der dritte und letzte war ähnlich wie der vorhergehende. Hier regten wir uns beide über das chinesische Pärchen auf, welche Korallen am Laufmeter zerstörten als wäre es selbstverständlich. So was würde in Thailand nicht geduldet werden, da es auch nicht mehr so viele intakte Korallen gibt. In den Philippinen sind die Tauchschulen noch nicht entsprechend geschult und lassen es somit durchgehen... Schade!

Am Land zurück haben wir ein neues Hotel gefunden direkt am Strand. Es war sogar bezahlbar, aber dafür eine dreckige Absteige. Einen Vorteil hatte sie aber neben der Lage: warmes Wasser. Somit gleicht sich das wieder aus und zum Schlafen reichte es. Tags darauf machten wir uns auf zum Canyoning bei den Kawasan Falls. Dies war auch ein Highlight! Ganz oben am Berg angekommen ging es nach einer kurzen Wanderung ab in die Schlucht. Das Wasser war angenehm kühl und die Landschaft extrem schön! Durch die Wasserläufe ging es runter zu den Kawasan Falls. Zwischendurch konnte man immer wieder von Felsvorsprüngen runterjumpen. Bei den Kawasan Falls angekommen, sahen wir uns einer grossen Tourismusindustrie entgegengestellt. Auf der einen Seite die Touristen & Resruarant und auf der anderen die Wasserfälle. So ein Geheimtipp scheint es nicht mehr zu sein, aber auf jeden Fall eine Reise wert. 

Das Mittagessen wurde unten am Meer eingenommen und gegen Nachmittag ging es mit dem Bus weiter nach Cebu.