Bula-Bula-Charme

Nach so einer langen Zeit in Australien, ohne richtiges Badewetter freute sich Conny natürlich schon unheimlich auf Fiji. Hier sollte ihr Traum vom Baden endlich in Erfüllung gehen mit schönen Stränden und klarem Wasser. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Denn Camper haben wir tags zuvor schon abgegeben, um keinen Stress zu haben. Mit Fiji Airways ging es Richtung Nadi der Hauptinsel. Ich hatte mir bisher noch keine grossen Gedanken über Fiji gemacht. Wusste auch nicht welchen Entwicklungstand es hatte. Preislich war es eher obere Grenze im Vergleich mit Thailand, was wir schon gesehen hatten.

 

 

Nach vier Stunden Flug im bequemen Flieger, landeten wir abends in Nadi. Der Flughafen ist eher klein und besteht aus einem Gebäude. Momentan wird aber noch ein komplett neuer Flughafen gebaut nebendran. Via Shuttle ging es zum Hotel, welches zwischen Flughafen und Hafen lag. Die Gegend rundherum war nicht gerade eine Wucht aber Okay für eine Nacht. Immerhin hatten wir ein eigens Bad, was wir schon fast nicht mehr kannten nach dem Camper. Auch war es angenehm warm. In Fiji buchen die meisten Touristen verschiedene Hotels auf verschiedenen Inseln. Man ist zwei Tage dort und drei Tage dort drüben. Verbunden sind die Inseln mit einer Fähre, welche jeweils morgens um 8.30 Uhr abfährt und abends gegen 18 Uhr nach der Tour zurückkommt. Deswegen auf der Stopp auf Nadi. Wer entsprechend Kleingeld hat, kann auch per Privatboot oder Helikopter zu den Inseln direkt fliegen was wir auch empfehlen. Da sonst Anreise- und Abreisetag im nicht so schönen Nadi verbracht werden müssen. Preislich liegt alles drinnen vom Mehrbettzimmer für 30 CHF bis zum Luxushotel über 2000 CHF. Was überall dazukommt ist die Vollpension, welche extra bezahlt werden muss. Diese beträgt zwischen 40-60 CHF für die meisten Hotels / Resorts. Die teuren Hotels haben Frühstück inkl. und der Rest ist à la Carte. Wir haben uns fürs Mantaray und Octopus Resort entschieden. Beide ca. 100 CHF die Nacht im eigenen Bungalow mit Gemeinschaftsbad, plus eben noch 100 CHF für die Verpflegung.

 

Via Fähre ging es zum Mantary Resort zuerst. Dieses Hotel heisst so, da es in der Nähe Manta Rays gibt. Von der Fähre wird man abgeholt mit dem Hotelboot und zum Strand gefahren, wo schon die Angestellten mit Ukulele und Gesang bereitstehen. Ein herzlicher Empfang. Danach werden die Zimmer verteilt. Wir hatten ein Bungalow im Wald… ein sogenannter „Tree Bure“. Ein Doppelbett hatte knapp Platz plus eine kleine Veranda. Das WC war ein Plumsklo… nicht gerade das was wir uns vorgestellt hatten. Der Strand war auch nicht so Endlos wie man sich das vorstellt, sondern eher Steinig und von Korallen übersäht. Was uns erstaunte, war das Divecenter auf der Insel, welche auch gleich Werbung machten in eigener Angelegenheit. Anscheinend kann man in Fiji auch tauchen. Okay lets try.

 

So schlimm wie es tönt war es aber nicht. Okay das Zimmer war klein und das Plumsklo nicht eine Traumvorstellung aber alles sehr gut gepflegt und überhaupt kein Problem… vor allem wenn man zuvor im Camper gelebt hat ohne WC. Der steinige Strand entpuppte sich als schönes Korallenriff direkt vor der Haustüre! Der erste Eindruck änderte sich allmählich. Auch das Essen war sehr gut. Nach einem Monat Neuseeland und zwei Monaten Australien hatten wir endlich wieder richtiges Essen und zwar auf gutem schweizerischem Niveau! Wir waren echt erstaunt. Warum isst man in Fiji mit denn beschränkten Ressourcen viel besser als in NZ oder AUS? Egal es war wirklich eine Wohltat. Das Tauchen die nächsten Tag war auch sehr gut. So haben wir viele Schildkröten und sogar Haie gesehen, von den Manta Rays ganz abgesehen, welche bis zu sechs Meter Spannweite hatten! Wir waren positiv überrascht.


Nach vier Nächten mussten wir Abschied nehmen und es ging zum Octopus Resort. Mit der Fähre ging es am Nachmittag Richtung Hauptinsel zurück. Auf halbem Weg war auch schon das Resort, welches uns gleich herzlich empfangen hat. Mit Ukulele und Gesang ging es an Land. Hier merkten wir schnell, dass es ein gut geführtes Resort war. Die Begrüssung bis zur Zimmerübergabe war super. Auch das Bungalow war ein Traum. Sehr gross und schön gelegen. Das Gemeinschaftsbad war zudem wie in einem richtigen Hotel und sehr sauber! Der Strand war zum Baden nicht wirklich besser, aber zum Schnorcheln perfekt. Wir haben noch nie an so einem schönen Riff geschnorchelt! Es war echt ein Traum, Sandstrand wäre da nur hinderlich gewesen! Sehr farbenprächtig, viele Fische und sogar Schildkröten. Auch das Wasser war extrem klar, wie wir es so noch nie gesehen haben. Aber das Beste war das Essen, was echt ein Traum war! Wir haben noch nie so gut gegessen auf unserer Reise und dabei rede ich nicht von irgendeinem guten Stück Fleisch, sondern von einer Lammkeule mit Kartoffelstock und Ofengemüse…!!! Beste Küche am A… der Welt. Wir waren beeindruckt. Zusammen mit der Gastfreundschaft und dem super Service echt ein Highlite! Ein Hacken hat das ganze… es ist sehr weit weg. Wer also nach Neuseeland noch ein paar Tage Strandurlaub will, muss unbedingt ein Abstecher machen. Man kann es mit Thailand vergleichen aber es ist dennoch anders, es ist noch nicht der Massentourismus sondern eher klein und fein ist das Motto. Vom Preis her ist es auch eher über Thailand, da natürlich alles am A... der Welt ist und alles dahingeschifft werden muss auf die verschiedenen Inseln.

Die Zeit verging wie im fluge auf der Insel und wir hätten ohne Probleme noch 10 weitere Tage ausgehalten. Aber ja leider war der Flug gebucht und somit mussten wir nach vier paradiesischen Tagen das Feld räumen und uns auf den Rückweg nach Nadi begeben, von wo es dann Richtung Hawaii ging.