Peking

Endlich, nach langer Pause, sehe ich Christian wieder! Wir haben die Flüge extra so gebucht, dass wir praktisch gleichzeitig am Flughafen in Peking ankommen – sofern Kim Junior Christian wieder von Nord Korea ausfliegen lässt…. Am 29.9. ging’s los, mit der Airline Aeroflot über Moskau. Abgesehen von 1.5h Verspätung war der Flug ganz ok. Zum Glück war Christian geduldig und hat am Flughafen auf mich gewartet – alles hat funktioniert und wir sind wieder zusammen J. Das Abenteuer kann beginnen!

Wir hatten ein super Timing… es war „Goldenweek“ in China, die nationalen Ferien! Peking war überfüllt mit chinesischen Touristen, wir bekamen also die volle Ladung an riesen Menschenmassen! Überall Chinesen – und wir mittendrin J


 

Forbidden City

 

Als erste Attraktion gingen wir zur Forbidden City, natürlich waren wir nicht alleine: es waren seeehr viele Menschen dort. Als wir die Menschenmasse sahen, war unser erster Gedanke: Flucht! Weg hier! Doch zum Glück war es gar nicht so schlimm, wir mussten nie warten oder gross anstehen, alles lief im „flow“.  Die City an sich war eindrücklich, da es riesig war und sehr schöne Gebäude, unglaublich, dass diese Stadt so lang für Normalsterbliche nicht zugänglich war.
Teilweise waren wir auch die Attraktion für die Leute, wir wurden oft fotografiert, manchmal heimlich und manchmal wurden wir gefragt. Vor allem die Kinder hatten Freude an uns. Ich fühlte mich richtig geehrt
J. Die meisten Chinesen schauen dich mal grundsätzlich eher böse und ernst an (ausser die Kinder, die sind fröhlich und „gwunderig“), aber wenn ich sie anlächle, kommt meistens ein Lächeln zurück. Ich finde es immer noch sehr lustig, die Reaktionen der Leute zu beobachten.

 

Hutongs & See

 

Hutongs ist wie die Altstadt von Peking, so kleine herzige Gässchen mit Shops. Und dann gab es noch eine Seepromenade mit Restaurants, Bars und Essenständen. Da kam so Ferienfeeling auf. Schön gemacht.

 

Great Wall

 

Das Highlight und das Eindrücklichste war definitiv die Chinesische Mauer. Wir haben eine Tour mit dem Tourguide Leo, den Christian schon kannte vom letzten Jahr, gemacht und konnten einen originalen Abschnitt der Mauer und einen restaurierten Abschnitt besichtigen. Das war unglaublich schön und beeindruckend; diese endlose Mauer (ca. 7000km), die bis zum Horizont geht und noch weiter, mächtig, kraftvoll und gleichzeitig friedlich, wie sie einsam da steht. Auch die Geschichte ist eindrücklich, oder eher crazy. Dieser Herrscher der Dynastien waren irgendwie grössenwahnsinnig (ist wohl typisch bei den Chinesen), dass sie eine solche Mauer aus Angst/ Schutz vor den Mongolen von Menschen bauen liessen. Natürlich wurden diese Arbeiter nicht bezahlt. Ich will nicht wissen, wie viele Menschen ihr Leben dabei verloren haben. Achja und dann brauchte ja man noch die Turmwächter von der Mauer, ca. alle 100m immer mind. 2 Mann. Man rechne bei einer Länge von ca. 7000km! Aber ja, es gab ja genug Menschen in China….das war den Herrschern wohl egal. Nur die Geschichte hat dann leider gezeigt, dass diese Resourcen wohl doch falsch eingesetzt worden sind und die Mauer und v.a. die Turmwächter doch einfach zu überwältigen war. Immerhin, hat die Geschichte der Mauer als Touristenattraktion ein friedliches Ende gefunden…

 

Essen

 

Ich sag nur: yammmmmmiii! Das Essen war immer und egal wo immer sehr gut, oft mit süssen oder Erdnusssaucen und nicht zu scharf. Genau mein Geschmack!

 

Pekingente muss man mal gegessen haben, ein Genuss! Eher speziell sind die Hot Pot’s, ohne es zu bemerken, sind wir in einem Hot Pot Restaurant gelandet. Da Christian es mir doch noch zeigen wollte, sind wir dann geblieben. Und.. es war ganz gut – für einen Hot Pot  :D das musste sogar Christian zugeben. Wir haben alles Mögliche gegessen: von Fisch, Meeresfrüchten über Fleisch und Gemüse. Ist auf jeden eine Erfahrung wert!

 

Zum guten Glück gab es in den meisten Restaurants Bilder von den Menus und wir hatten einen Translator auf dem Handy: sehr hilfreich! Tja, lustiger weise gab’s mit mir keine Reinfälle mehr mit dem Essen (sorry, schon fast langweilig). Woran es wohl liegt..?  ;-)

 

Reise von Bejing nach Lhasa

 

Nachdem Beijing während der Hochsaison erkundet wurde, machten wir uns auf Richtung Xi`an. Die Tickets wurden alle im vorherein schon über unsere Reiseagentur gebucht daher mussten diese nur noch gegen vorweisen des Passes bezogen werden am Bahnhof. Es gibt in den Zügen, welche über Nacht verkehren, vier verschiedene Klassen: SoftSleeper (4 Personen), HardSleeper (6 Personen), SoftSeat & HardSeat. Wie der Name schon sagt sind die ersten beiden Kategorien Schlafwagen, welche doch recht komfortabel und sauber sind. Natürlich haben wir SoftSleeper Plätze gebucht. Die Erste Fahrt nach Xi`an (19 Uhr – 9 Uhr) verbrachten wir mit einem Pärchen aus London, welches sein Leben hinter sich gelassen hat und nun mit 5000 Pfund eine Weltreise macht bis nach Australien. An dieser Stelle unser Respekt, da haben wir ein wenig mehr einkalkuliert. Die Fahrt verlief relativ gut (ist wohl auch dem Whisky zu verdanken!) und wir erreichten pünktlich unser Ziel.

 

Xi`an

Als erstes mussten wir mal unsere Wäsche waschen in Xi`an damit diese wieder trocken war bevor wir weiter reisten. Danach ging es ins Hotel für ein Power-Nap und da regnete es auch schon. Allgemein regnete es nur während unserem Aufenthalt in dieser Stadt. Am Tag darauf (7. Oktober) fuhren wir mit dem öffentlichen Bus (7 Yen) direkt zur Terracotta Army. Für die die denn vorhergehenden Blog aufmerksam gelesen haben, wissen, dass ich diese schon besucht habe. Deswegen und auch wegen des hohen Eintrittspreises (150 Yen) entschied ich mich für das Starbucks und ein paar Runden Clash Royal. Conny konnte somit in Ruhe (ich gab ihr 1,5 Stunden Zeit) die Armee anschauen. Am Nachmittag ging es zurück in die City um noch ein wenig in einem Shoppingcenter rumzuhängen. Interessant ist an dieser Stelle die Liebe der Chinesen zu den Haustieren (Hund & Katz), welche zu Hundertschaften in denn Läden angeboten wurden. Wie Hühner auf Gitterrosten wurden die Tiere eng beieinander gehalten, damit der Kot und Urin schnell entsorgt werden konnte. Aber ja, anderes Land andere Sitten. Es ging ihnen jedenfalls besser als dem Nutzvieh.

 

Xining

Tags drauf war die Fahrt von Xi`an nach Xining (Tor nach Lhasa) auf dem Plan. Hier waren wir 11 Stunden unterwegs bis wir das Ziel auf 2400 Meter erreichten. Xining war für uns als Angewöhnung auf die Höhe und vor allem für mich als Erholung gedacht. Nach 4 Wochen China (inkl. Nordkorea) war mein Speicher voll und die Energie leer. Xining selber ist sehr muslimisch geprägt was sich im Strassenbild gut zeigte. Es gibt sonst nicht viel zu sehen.  Übernachtet haben wir die drei Nächte bei Jennifer und Manfred. An dieser Stelle vielen Dank für die super Gastfreundschaft und den guten Einblick in die chinesische Kultur/Leben. Es würde zu lange dauern denn sehr interessanten Lebensweg der Beiden aufzulisten, nur so viel: In einer deutschen Gemeinschaft in Südamerika geboren und aufgewachsen, sind sie nun seit 13 Jahren in China und haben 2 Kinder im Teenageralter. Manfred baut zusammen mit chinesischen Investoren ein Joghurt/Käse Imperium auf und Jennifer macht neben dem Hotel zuhause noch administrative Arbeiten für die Firma von Manfred. Jedenfalls hochspannend daher jedem zu empfehlen wer mal in Xining eine Übernachtung braucht.

 

Die drei Tage machten wir kleinere Ausflüge auf die umliegenden Hügel der Stadt und natürlich schrieb ich hier auch den ersten Teil unseres Reiseblogs. Somit vergingen die Tage auch schnell und wir sassen schon wieder im Zug Richtung Lhasa. Diesmal dauerte die Fahrt 24 Stunden. Das Abteil teilten wir mit einer Französin, welche in einer Gruppe reiste und kein Platz mehr fand im Viererabteil ihrer Sippschaft. Nach dieser Reise wussten wir dann auch wider, warum wir die Franzosen nicht ausstehen können…;-)) Klischees entsprechen eben doch meist der Wahrheit!


Nützliche Links zu unserem Reiseabschnitt:

 

Wer einen Guide in Peking braucht hat mit Leo denn richtigen Mann:

 

http://www.beijingwalking.com/

 

Wer eine gute Travel Agentur für China & Tibet braucht, können wir TCT sehr empfehlen. Bruce unser Organisator war perfekt im Bilde und hat immer wieder nachgefragt:

 

http://www.travelchinatibet.com/

 

Wer eine Unterkunft in Xining sucht, kann sich direkt an Jennifer wenden:

 

Jennifers_home@yahoo.com