Auf zur Mitte Chinas

 

Landung in der grössten Stadt der Welt

 

Nach ewigem Warten auf das Gepäck waren wir gegen Mitternacht in der Stadt bei unserem Hotel, was aber nicht zu finden war. Wir suchten geschlagene 2 ½ Stunden nach dem Hotel bis wir endlich jemanden erreichten vom Hotel, welcher uns abholte und eincheckte. Das Hotel war eigentlich immer vor unserer Nase, nur befand es sich in einem Hochhaus, wo rundherum eine Baustelle war und es so gar nicht nach Hotel aussah. Das Hotel war im 18. Stock und der Eigentümer so scheint es, hat sich selbst verwirklicht mit dem Hotel. Jedenfalls war es sehr schön und neu. Er fuhr uns dan nach dem Check In sogar noch in die City damit wir im Mc Donalds was essen konnten um 3 Uhr morgens. Nach 1 ½ Stunden Suche gaben wir auf und assen stattdessen im KFC. Da sich der KFC in einem Ausgangsviertel befand, lagen auf der Strasse und sogar im KFC teils bewusstlos betrunkene Frauen am Boden. Ein Bild, was wir so noch nie gesehen haben. Vor allem konnte der Kontrast zur armen Familie am Morgen nicht grösser sein. Um 5 Uhr morgens fielen wir dann endlich todmüde ins Bett und zwar NÜCHTERN!

Der erste Morgen in Chongquing begann spät mit einem Kaffee an der Promenade. Das Ziel war der Zoo. Im Zoo angekommen gefiel uns die Ruhe inmitten der Grossstadt. Zudem wollte Michael unbedingt Pandas und Esel sehen. Der Zoo für sich ist keine Reise wert, wir waren aber überrascht von den zum Teil guten Bedingungen für die Tiere. Natürlich profitierten nicht alle davon. Auch gab es mehr Ratten als Zootiere, welche eben diesen das Essen wegassen. Das Hauptziel aber Pandas und Esel zu sehen schafften wir, auch wenn der Heimweg zum Hotel überstürzt angetreten werden musste, da die Popcorns Michaels Darm nicht gut bekamen. Am Abend war dann mal Ausgang angesagt, welcher in einem echt Deutschen Biergraten startete. Die Auswahl an Bier war sehr gross, sicher an die 100 verschiedene Biere. Nach einem Burning Chicken und vier Bier ging es weiter ins Music House. Eine Liveband spielte und schnell waren wir die Stars des Abends. Jeder zerrte uns an einen Tisch um mit Ihnen zu trinken. So lernten wir eine Unternehmerfamilie kennen aus dem Norden Chinas, danach ging es an den Tisch der Musiker und weiter zu zwei Girls, die uns mit Trinkspielen einheizten. Der Abend endete mit einem verlorenen/gestohlenen Natels und einem Mitternachts-Imbiss an der nächsten Ecke. As normal...

 

Der nächste Tag (inzwischen 19ter September) begann wieder spät mit einem Kaffee und drehte sich hauptsächlich um Natelkauf und das erstehen einer lokalen Simkarte.  Das Natel war schnell gekauft im nächsten Applestore. Die Preise sind übrigens analog zu Europa. Wogegen die Simkarte eher zum Spiessroutenlauf wurde. Ich erspare hier mal die Aufwendige Prozedur. Aber am Ende habe ich es dennoch geschafft! Das Abendessen wurde kurz gehalten, da wir am nächsten morgen früh auf denn Flieger mussten und noch immer ein wenig in den Brüchen waren. Ich weis es tönt nach einer relativ langweiligen Stadt die vorhergehenden Zeilen, aber wir hatten hier Zuwenig Zeit eingeplant. Die Stadt hat sehr viel zu bieten und ich werde sicher mal wieder zurückkehren um ein wenig mehr Zeit hier zu verbringen. Ist ein idealer Ort für ein Junggesellenabschied.

 

 

Die Terracotta Warriors von Xi`an

 

Am Morgen ging es Früh nach Xi`an mit dem Flieger. Hier waren die Terracotta-Armee und die Stadt auf dem Programm. Die Terracottakrieger besuchten wir mit einer geführten Gruppe für sehr viel Geld. Dafür bekamen wir auch noch eine Verkaufsveranstaltung zu sehen wo wir günstig nachgebaute Krieger erstehen konnten (ironisch). Die Terracotta Armee wurde vor langer Zeit von einem paranoiden Kaiser in Auftrag gegeben um Ihn nach seinem Tod zu beschützen. Mit 13 Jahren fing er bereits mit dem Bau seines Grabes an. Das Mausoleum, wo er aufgebahrt wird hat bis heute noch niemand betreten oder ausgegraben. Die Armee die ihn aber schützen sollte schon. Diese wurde vor ca. 30 Jahren von einem Bauern entdeckt, als er einen Brunnen graben wollte. Bei Ausgrabungen wurden 3 grosse Teilstücke bis jetzt freigelegt und diverse Krieger restauriert. In der grössten Halle ist auch die eindrücklichste Armee von allen zu sehen, wo sie aufgereiht und mit viel Detail denn Besuchern zugänglich gemacht wurde. Zudem ist es die beliebteste Attraktion in ganz China mit den meisten Besuchern. Der Andrang hielt sich aber in Grenzen. Die Stadt selber ist auch ein Besuch wert, vor allem da die Stadtmauer noch voll intakt ist und abgelaufen werden kann. Zudem ist es weniger hektisch als in Peking.

Am Abend vom 22. September hatten wir eine Foodtour durch das muslimische Quartier in Xi`an gebucht. Zusammen mit einer Gruppe von Amerikanern wurden wir in die Essgewohnheiten der muslimischen Gemeinschaft eingeführt. Es ging kreuz und quer mit dem TukTuk durch die teils engen Gassen in Xi`an. Auch noch in der Gruppe dabei war Bill aus Washington, der vor 2 Wochen auch in Nord Korea war und eine ähnliche Tour wie wir gemacht hat. Er erzählte uns einige interessante Storys, sodass wir uns in etwa ein Bild machen konnten was uns erwartet. Die Tour endete dann in einer kleinen Brauerei nahe der Stadtmauer, wo wir uns noch 1-2 Bier genehmigten, bevor es dann ins Hotel ging.  

 

Chongquing bei Nacht aus unserem Hotelzimmer
Chongquing bei Nacht aus unserem Hotelzimmer