Willkommen im Altersheim

Moki und ich trafen uns spätnachts im IBIS in Melbourne. Die Freude war gross und so floss das eine oder andere Corona in einer Seitengasse von Melbourne. Melbourne hat uns beiden sehr gefallen. Es ist die Hauptstadt des Kaffees und das merkt man. An jeder Ecke gibt es ein gemütliches Kaffee oder sonst was Kulinarisches zu geniessen. Es hat ein wenig das Flair einer italienischen Stadt. Es gibt auch viele gute Restaurants aus aller Welt. Der Einfluss von Vietnam ist sehr stark, aber es gibt natürlich auch Pizza & Pasta quer durch. Die Stadt besticht durch einen schönen lebhaften Kern, welcher auf der einen Seite des Flusses modern ist und auf der anderen Seite eher älter, sprich ca. 40 – 100 Jahre. Trotzdem, dass es eine Millionenmetropole ist, wirkt Melbourne eher wie eine kleine Stadt was es sehr sympathisch macht.

Nach vier super Tagen mit Sonne und gutem Essen, ging es mit dem Mietwagen Richtung Philip Island. Hier wurde das Wetter deutlich kühler und auch die Sonne weniger. Auf Philip Island gibt es vor allem die Pinguine zu sehen welche am Abend zurückkommen vom offenen Meer um zu nächtigen. Auch gingen wir hier in einen Wildtierzoo, wo wir die ersten lebenden Kängurus gefüttert haben. Die wildlebenden "schlafen" entweder gemütlich am Wegesrand oder verstecken sich im Busch. Auch Pandas waren natürlich neben Emus und Dingos vorhanden. Das Wetter besserte sich nicht wirklich, worauf wir uns entschieden ziemlich direkt nach Canberra zu fahren, wo es dann schon freundlicher wurde. Canberra ist die Hauptstadt von Australien und wir fühlten uns ein wenig wie in Nordkorea. Es gab kein Leben und die Stadt ist angelegt wie eine Planstadt zu Zeiten der Sowjetunion. Da Sydney und Melbourne sich nicht einigen konnten'wer nun Hauptstadt wird, entschied man sich eine neue Stadt zu bauen und die Verwaltung dorthin zu zügeln. Damit die Stadt aber nicht ganz ausgestorben ist, wurden auch noch viele Universitäten angesiedelt, damit doch ein wenig Leben ins beschauliche Canberra kommt. Für Besucher mit viel Zeit ist es zu empfehlen mal einen Abstecher zu machen. Es hat auch 2 bis 3 sehr gute Museen, die man nicht verpassen sollte. Aber das Auto nicht vergessen, denn ohne ist man aufgeschmissen. Es gibt zwar nur eine Strasse, welche 6-8 Spuren hat und quer durch die Stadt verläuft aber die Ampeln sind so „clever“ gestellt, dass man immer wieder halten muss und sich dennoch wie in einer grossen Weltmetropole wähnt wie bei Stau (obwohl keinen gibt). Allgemein gibt es keine grünen Wellen in Australien. Die Lichtsignale sind nicht aufeinander abgestimmt und so kann es gut sein, dass man an jeder Ampel stehen muss. Da die Benzinpreise aber eher tief sind mit knapp 1 CHF / Liter, lässt sich das verkraften.

 

Nach Canberra ging es wieder der Küste entlang Richtung Sydney. Es war ein wenig enttäuschend, da es wie tot und ausgestorben war. Das Durchschnittsalter doch 60+ und passend dazu war auch das Wetter wieder schlecht. Vom australischen Surfer- und Partyleben war keine Spur zu finden, selbst in Sydney ist das Partyleben seit 2012 vorbei. Die Clubs schliessen spätestens um 3 Uhr und nach 01.30 Uhr lassen sie niemanden mehr rein, auch eine Zigarette raus rauchen geht nicht mehr. Da es vor ein paar Jahren zu einem Streit gekommen ist mit Todesfolge, wurden all diese Restriktionen eingeführt. Somit ist das Nachtleben die letzten Jahre etwas zum Erliegen gekommen. Aber wir waren ja nicht nur hier zum Party machen sondern um die schöne Stadt zu erkunden. Sydney ist schon eher eine Weltmetropole. Als erstes ist natürlich der Hafen zu erwähnen, welcher wohl mit zu den schönsten gehört auf der Welt mit der Brücke und der Oper. Auch die Promenade ist sehr schön gemacht und bei schönem Wetter (wenn’s das dann mal gegeben hätte) sicher auch ideal zum Flanieren. Somit genossen wir noch unsere letzten Tage in Sydney, bevor Conny am 1. März Moki ablöste.